Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht

Seine Stimme
Unser Herz
und das bei so viel Schmerz!
Kriege – falsche Politik – Krisen ohne Ende
besorgte Bürger – und keine Aussicht auf Wende

Verhärtet euer Herz nicht!
Bei so viel Schmerz
bringt er doch Licht!
Flüchtlingen die Tür öffnen
Trauernde in die Arme nehmen
Gestrandete trocknen
Durstigen Wasser geben
Verletzten helfen, Blut stillen

Seine Stimme
wo ist sie? wie spricht sie?
Stimme!
Gott spricht – hinein in den Schmerz dieser Welt
Flüchtende
Finanzkrise
Griechenland
und Tausende verlieren           ihre Lebensgrundlage

ihre Arbeit

ihre Hoffnung

Terroranschläge
IS
Paris
NSU Prozess
so viel Not, Leid, Hass letzt Jahr dies Jahr

Seine Stimme
sie spricht in diese Welt –
Fürchtet euch nicht!
so einfach und so schlicht
Nicht gestern, nicht heute, nicht morgen
macht euch doch nicht so viel Sorgen
ja es ist doch wirklich wahr!
Hört was er zu sagen hat
und…

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht

Herzverhärter – Herzerweicher

 

Herzverhärter – ist wie ein Mehrkomponentenkleber
Was gehört zum Herzverhärter

Hass
Angst
Demütigung
Ausgrenzung
Ärger
Frust
Zwang
Überforderung

und alles wird verbappt und ganz schnell hart.
Meist reichen zwei oder drei Komponenten.
hart
hält

Und was macht ein Herz weich?

Liebe
Sicherheit
Annahme
Zuwendung
Gnade
Leichtigkeit
Berührung
Begegnung
Gebet
Heiliger Geist

Und was macht ein Herz weich?
Und über allem steht die Liebe Gottes

Heute, wenn ihr seine Stimme hört verhärtet euer Herz nicht.

Erinnerung

Für Fida Oma

Erinnerung

Erinnerst du dich?
Ich erinnere mich nicht sagst du denkt du fühlst du
Du bist ein Gedanke Gottes
Ein Gedanke Gottes wird nicht weniger
Nur weil der Gedanke sich nicht erinnert
Erinnerst du dich?
Wir saßen an deinem Esstisch
Du sprachst von den Toten und deinen Gebeten für sie
Erinnerst du dich?
Du hast gebacken und verschenkt
Und gekocht
Erinnerst du dich?
Da waren gute Zeiten
Und schwierige Zeiten
Da war Kinder groß ziehen, Kinder ziehen lassen
Kind aufnehmen, eine Reise, eine Ehe, ein Abschied
Erinnerst du dich?
Du erinnerst dich nicht nicht
an uns, nicht an dich.
Wir erinnern dich, wir erinnern uns an dich.
Du bleibst Gottes Gedanke.
Du bleibst.
Nun darfst du bleiben
In der Ewigkeit
Erinnern wir uns

Hoffnung pflanzen

Wer Waffen sät wird Krieg ernten
Wer Angst sät wird Hass ernten

aber wir – wir pflanzen Hoffnung doch wofür wofür?

Dritte Welt
Zweite Welt
Erste Welt
Eine Welt
Alles eine Welt
Ist sie wie sie uns gefällt?

Vieles was in dieser Welt
mir so gar nicht gut gefällt

Was kann ich tun?
„Ich kann doch nichts tun…“

Was kann ich tun?
„Ich kann nicht viel tun. Aber doch einen Unterschied!“

Nicht Einheitsbrei aus Angst, Hass, gemischt mit Unsicherheit und Frust
Da macht eben eine Prise Salz doch einen Unterschied.

Wir pflanzen Hoffnung
Bäumchen der Menschlichkeit. Die wachsen können und groß werden
Menschen, die sich in die Augen sehen
Menschen, die einander stützen
Menschen die gemeinsam einen Baum pflanzen

Und wenn die Welt morgen nicht mehr sein wird
so pflanze ich doch einen Baum
Einen Baum der Menschlichkeit
Jede einen Baum, dann ist da ganz viel Menschlichkeit zum Wachsen
Dann ja dann ist Ostern. Und Weihnachten. Und Erfüllung. Ja dann.
Und jeder mit nur einem Baum.

Veränderung 

​wir wollen uns verändern

das ist modern, das gehört dazu, wenn man etwas auf sich hält

lasst uns verändern, verändern die Welt

lass uns darauf schauen was uns gefällt

was anderen gut tut,

lass uns kraftvoll mit Mut

Dinge verändern.

Morgen. Oder über morgen. Lass uns gut drüber nachdenken, was wir verändern, wo wir anfangen

lass uns überlegen was wichtig ist.

lass uns nicht einfach loslegen

von wegen.

Nur die Ruhe. 

Das sollte schon alles seine Richtigkeit haben.

Los legen ist ein Zeichen von Schwäche.

Wie wäre ein Ausschuss, eine Arbeitsgruppe.

Wie wäre es, zu prüfen, wann wir mit der Arbeitsgruppe loslegen können.

Aber erst mal diskutieren

Wollen wir das?

Auf keinen Fall zu schnell.

Der gute Tag

Ich hatte einen richtig guten Tag
ja naja aufgestanden – müde
zum Frühstück ein Espresso – langsam geht’s
und dann den Jüngsten zur Tagesmutter gebracht mit dem Fahrrad.
Jeden morgen eine Offenbarung:
über die Brücke, der gewohnte Blick ins Tal und FREUDE
weiter geht’s
ein fast-Unfall, ein fast-Überfahren werden, ein echtes Herzklopfen
Danke Lebendige, dass du mich bewahrt hast.
Und da beginnt mein guter Tag.
Im Café von dir gelesen. Stille Zeit im Trubel der Stadt.
Es tut so gut.
Dann noch Gespräche über ein erfülltes Leben
und dies und das
die Kinder
der Chor
das Leben
Und dann in Freiheit zum Termin am Abend
auf dem Motorrad
ich hätte ewig weiter fahren können
himmlisch ja himmel-reich war ich da
die Freiheit
die Ruhe
die Schönheit
das Licht
göttliche Momente
und abends vom Balkon der Blick in den Himmel
danke für diesen guten Tag Gott – danke